Wer auf einer Kieshalde herumstöbert, wird ganz unterschiedliche Gerölle entdecken, eckige und abgerundete, härtere und weichere, in vielen Farbtönen von weiß oder schwarz bis zu rot oder grün. Was für die Bauindustrie als unverzichtbarer Beton-Zuschlag dient, ist für Geologen gleichzeitig ein kleines Archiv der Erdgeschichte. Die Kiesgerölle sind die Vertreter der verschiedenen Gesteinsschichten, die die Landschaft längs eines Flusstales formen und der Erosion teilweise zum Opfer gefallen sind. Während ihrer Reise im Fluss wurden sie miteinander vermischt und später gemeinsam mit unzähligen Sandkörnern abgelagert.
Auf dieser Seite möchten wir Ihnen eine kleine Sammlung von Kiesgeröllen vorstellen, die ihren Weg im Wesertal bis in den Bereich der Stadt Petershagen gefunden haben. Eine Karte der Weser und ihrer Nebenflüsse zur geographischen Übersicht finden Sie hier
® Karte Wesertal
Kieselschiefer
im rechten Bild von Quarz-gefüllten 
Klüften durchzogen

Herkunft:Rheinisches Schiefergebirge

Lydite
rechts mit einer kleinen geologischen Störung

Herkunft:Rheinisches Schiefergebirge

Grauwacken
rechts von einer Quarz-gefüllten Kluft durchzogen

Herkunft: Rheinisches Schiefergebirge

Konglomerat

Herkunft: Rheinisches Schiefergebirge

Eisenkiesel

Herkunft: Rheinisches Schiefergebirge

paläozoische Sandsteine
rechts mit Schrägschichtung

Herkunft:Rheinisches Schiefergebirge/Thüringer Wald

Porphyre

Herkunft:Thüringer Wald

Granite

Herkunft:Thüringer Wald oder Skandinavien

Gangquarze

Herkunft: Rheinisches Schiefergebirge/Thüringer Wald

Buntsandstein

Herkunft:Solling

Mergelstein
Wechselfolge kalkreicherer und -ärmerer Lagen

Herkunft: südniedersächsisches Bergland

Mergelstein (Keuper)

Herkunft: südniedersächsisches Bergland

Kalkstein (Muschelkalk)

Herkunft: südniedersächsisches Bergland

Toneisenstein-
Konkretion

Herkunft: Tongesteine des Jura oder der Unterkreide südlich oder nördlich des Weser-Wiehengebirges

Kalksteine (Oberkreide)
Ursache der löchrige Oberflächenstruktur ist die Kalklösung im Grundwasser

Herkunft:Egge/Osning

Sandstein
Das löchrige Struktur resultiert aus ehemaligen Einschlüssen von Tonpartikeln, die bei der Verwitterung herausgelöst wurden

Herkunft: südniedersächsisches Bergland

Sandstein (Keuper)
mit Einschlüssen von ehemaliger Pyrit-Kristalle, die zu Eisenoxiden verwittert sind

Herkunft: südniedersächsisches Bergland

links: Feuersteine
rechts: Kreide

Herkunft: Ostseeraum

Gerölle mit Fossilien

Muschelkalk
Die dunklen Linien im linken Bild stellen Schalen von Muscheln im Querschnitt dar.
Auf dem rechten Bild ist ein Bruchstück eines Ammoniten zu erkennen.

Abdruck eines Ammoniten in einer Toneisenstein-
Konkretion

Herkunft: Tongesteine des Jura oder der Unterkreide südlich oder nördlich des Weser-Wiehengebirges

Sandstein mit einem Schnecken-Gehäuse
Achate

Herkunft: Rheinisches Schiefergebirge

Karte-Wesertal