Kiessande mit Kreuzschichtung
Schichtfläche in einem Flussbett. Im Strömungsschatten kleiner Steine haben sich Auskolkungen und Sandfahnen gebildet. Fliessrichtung von oben nach unten.

Neben der Schichtung enthalten Sandablagerungen weitere Merkmale, die es Geologen ermöglichen, Informationen über die Ablagerungssituation zu gewinnen. Dazu gehören u.a. Merkmale der Schichtflächen wie die oben abgebildeten Strömungsfurchen oder auch ® Sandrippeln.
Sandschicht
verwandte Begriffe: Schichtung, Schrägschichtung, Kreuzschichtung

Ob vom Wasser oder vom Wind transportiert, im Flussbett, am Strand oder auf einer Düne abgesetzt, Sandkörner bilden bei der Ablagerung typischerweise Schichten aus. Diese natürliche Schichtung ist im Geländeaufschluss meist auch für den Laien offensichtlich. Ursache können Wechsel im Gesteinsmaterial, Korngrößen- und/oder Farbunterschiede aufeinanderfolgender Lagen sein. 

Geowissenschaftler unterscheiden verschiedene Schichtungstypen. Die einfachste Form bildet die Parallelschichtung (Foto oben). Schrägschichtung (Foto unten) ist ein Ausdruck turbulenter Strömungsverhältnisse und ist sowohl bei Sanddünen als auch bei Flussablagerungen verbreitet. Kreuzschichtungen entstehen, wenn sich die Strömungsrichtung häufiger ändert, bereits abgelagerte Schichten teilweise erodiert und neue Schichten unter einem anderen Winkel darüber abgesetzt werden (Foto oben links).
Sandgrubenböschung in schräggeschichteten Schmelzwassersanden. Festere Lagen sind als Rippen herausgewittert.